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Pflanzenernährung und Düngung

Nur bei ausreichender Düngung und optimalem Bodenzustand wird das Ertragspotenzial von Kulturpflanzen ausgeschöpft. Das bereits Anfang des 18. Jahrhunderts von Carl Sprengel formulierte und später von Justus von Liebig verbreitete Gesetz vom Minimum besagt, dass der am stärksten im Mangel befindliche Nährstoff das Pflanzenwachstum bestimmt. Mangelernährung führt zu Minderertrag und Qualitätseinbußen. 

 
Aber auch ein Zuviel an Nährstoffen kann die Produktqualität negativ beeinflussen, z. B. die Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten erhöhen und den Geschmack beeinflussen. Eine Nährstoffanreicherung im Boden ist im besten Fall nur ökonomisch nachteilig. Die Anwendung von Phosphor, der aufgrund seiner endlichen Verfügbarkeit von der Europäischen Kommission 2014 (Memo/14/377) als kritischer Rohstoff einstuft wurde, sollte aus diesem Grund auf hohe Effizienz abzielen. 
 
Stickstoff, der "Motor des Pflanzenwachstums" und Schwefel sind hauptsächlich im der organische Substanz, vorwiegend als Bodenhumus, gebunden. Mit organischen Düngern, wie Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft, Kompost oder Klärschlamm wird vorwiegend dieser Bodenpool aufgefüllt. Ein standortspezifischer Anteil dieses organisch gebundenen Bodenstickstoffs sowie abgestorbene Pflanzen (Erntereste und Zwischenfrüchte) werden kontinuierlich mineralisiert und damit in die reaktive Stickstofffraktion überführt. Übersteigt die Summe aus diesem mineralisierten Stickstoff und dem Mineraldünger-Stickstoff den Pflanzenbedarf, wird der überschüssige Stickstoff ins Grundwasser verlagert sowie gasförmig in Form reaktiver Stickstoffverbindungen (N2O, N2, NH4+) ausgetragen. 
 
Die optimale Düngungsstrategie ist auf das Potenzial von Standort und Kulturpflanze ausgerichtet und reagiert flexibel auf die jeweils aktuelle (Klima)situation mit dem Ziel der Vermeidung von Stickstoffverlusten bei weitgehend optimaler Nährstoffversorgung der Kulturpflanzen. 
 
  

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» Interpretation von Daten der Bodenanalyse

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» Düngeplanung und Nährstoffvergleich

» Bewertung von stofflichen Eigenschaften von Düngemitteln, Rest- und Abfallstoffen

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